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9 Gründe warum Fitnesstrainer scheitern!

Die Vorstellung einiger einfach mal so nebenbei viel Geld als Fitnesscoach zu verdienen, ist zwar sehr beliebt, aber auch sehr unrealistisch. Obwohl der Fitnessmarkt stetig wächst und damit auch der Bedarf an qualifizierten Fitnesscoaches, ist es wie in jeder Branche, „Qualität“ setzt sich durch. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele selbstständige Fitnesstrainer auch schnell wieder vom Markt verabschieden oder zurück in ihren alten Beruf wechseln. Dabei ist es von außen betrachtet absolut logisch, dass sich „beliebige Fitnesskonzepte“ einfach nicht durchsetzen. Die häufigsten Gründe dafür sind:

1. Keine ausreichende Qualifikation

Würde Sie sich von einem Golfer zu einem guten Tennisspieler ausbilden lassen? Sicher nicht! Um qualifizierte Aussagen bzgl. Haltung, Körperposition, Bewegungsrichtung oder Widerstand treffen zu können, ist eine Qualitätsausbildung die Grundvoraussetzung.

Jede Übungstechnik immer am Trainingserfolg des Kunden messen lassen. Es muss verstanden werden,  dass nicht alles, was „gut“ aussieht, auch effektiv ist. Zum Beispiel Kicks zu erlernen, die im realen Kampf völlig unbrauchbar sind, machen ebenso wenig Sinn, wie Rumpfdrehungen, die bei hoher Dynamik den Körper eher schaden als nutzen.

2. Kein didaktisches Talent mit Menschen umzugehen

Fitnesstrainer die sich während der Trainerstunde mehr mit ihrem Smartphone, ihrem Spiegelbild oder ihrem Freundeskreis beschäftigen, haben das Thema Kundenbetreuung und „Dienst am Kunden“ nicht verstanden und nichts auf der Trainingsfläche verloren. Vielen Trainern ist einfach nicht bewusst, dass der Kunde die vollste Aufmerksamkeit verdient hat und dafür auch bezahlt. Ein Kunde registriert respektloses Verhalten sofort und wird sich zu Recht nach einem anderen Trainer umsehen.

3. Selten selbst trainieren

Fitnesstrainer die sich selten im Studio sehen lassen, werden auch wenig kontaktiert und bleiben erfolglos. Wer sich nicht die Zeit nimmt, sich mit seiner Zielgruppe auch in seiner Freizeit zu beschäftigen, verdient es auch nicht von dieser zu profitieren. 

4. Schlechte Positionierung

Wer das bietet was alle bieten, bekommt auch das was alle bekommen. Deshalb sollten sich Fitnesstrainer auf einen Bereich spezialisieren und für eine bestimmte Zielgruppe ein ideales Konzept anbieten. Diese Personengruppe wird dankbar dafür sein, einen Experten auf ihrem Gebiet gefunden zu haben und auch nicht mehr lange nach Alternativen suchen. Zum Beispiel Fitnesscoach für Tennisspieler, Golfer, Senioren, Rollstuhlfahrer usw.

5. Schlechte Selbstvermarktung

Fitnesstrainer leben von Empfehlungen und müssen sich deshalb auch mit ihrer Zielgruppe identifizieren. Das heißt sich dort auch aufzuhalten wo sich ihre Zielgruppe befindet. Eine Präsenz in den sozialen Netzwerken ist in der heutigen Zeit ein absolutes Muss. Selbstständige Trainer planen für aktive Werbung auf Facebook und Co nicht selten 2 Stunden täglich ein.
Professionelle Visitenkarten, Flyer und eine ansprechende und aussagekräftige Webseite sind eine Selbstverständlichkeit.

6. Kein klar definiertes Ziel

Wer kein Ziel hat, wird nirgendwo ankommen. Ziele sollten dabei unbedingt klar definiert, schriftlich fixiert und zeitlich terminiert sein. Folgendes muss eindeutig sein: Was möchte ich, mit welchen Mitteln, bis wann erreichen?

7. Kein Durchhaltevermögen

Gerade als Selbstständiger ist es nicht leicht sich ständig neu zu motivieren oder Rückschläge zu verarbeiten. Die Kunst ist es aus Rückschlägen zu lernen und gestärkt aus diesen hervor zugehen. Leider wird in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ein „Scheitern“ immer noch als ein Makel verstanden. Ist man mit einer (Geschäfts)Idee gescheitert, sollte man es sich auch eingestehen und erst dann einen Neuanfang wagen, wenn wirklich klar ist, dass man in dieser Branche seine Ziele auch erreichen kann. Viele gestehen sich ihr Scheitern nicht oder viel zu spät ein und verbrennen viel wertvolle Energie und Geld.  

8. Fehlende Bescheidenheit

Fitnesstrainer denen ihr Erfolg zu schnell in den Kopf steigt, scheitern eher früher als später. Die einfache Regel besagt, wer in erfolgreichen Zeiten bescheiden bleibt, kann mit Rückschlägen oder finanziellen Einschnitten besser umgehen und hält Durststecken einfach länger durch.

9. Fehlende "aktive" Weiterbildung

Clevere Fitnesstrainer investieren ihr Geld nicht ständig in neue Autos, Markenklamotten oder das aktuellste Smartphone. Nein, sie investieren in sich selbst. Bildung und das Erlernen neuer Fähigkeiten sind Garanten für einen nachhaltigen und anhaltenden Erfolg. Die Fitnessbranche befindet sich in einem ständigen Wandel, Trends kommen und gehen, aber eine Investition in das eigene Wissen und das Erlernen neuer Fähigkeiten hat Bestand und eröffnet oft neue Möglichkeiten. 

Strategien wie Du als Fitnesscoach in die Erfolgsspur kommst, erhältst Du in unseren Workshops.

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